Die Struktur einer Website – Tipps und Tricks zum korrekten Aufbau

Erfahren Sie, warum der korrekte Aufbau und die Strukur einer Website so wichtig für ein erfolgreiches SEO sind. Dabei kommt es auch auf den richtigen Umgang mit internen Verlinkungen an.

„Ordnung ist das halbe Leben.“ Diesen Satz kennen wir alle. Wird er von Müttern und Vätern auf der ganzen Welt an den Nachwuchs weitergegeben, um diesen ein wenig Struktur nahe zu bringen. Und er sorgt bei alles Kids für verdrehte Augen und entnervtes Seufzen. Doch wie so oft zeigt sich, dass die Eltern am Ende doch Recht haben. Denn ohne eine Struktur machen wir uns das Leben nur unnötig kompliziert.

Auf Unordnung und manchmal heilloses Durcheinander stoßen wir auch im Internet immer wieder. Die Rolle der Eltern übernimmt dort Google. Und mit den Augen rollen Webmaster, SEOs und Programmierer, die dazu gedrängt werden, das Chaos aufzuräumen, das Updates, Ergänzungen und Änderungen im Laufe der Zeit auf Websites anrichten. Wir wollen uns einmal näher ansehen, welche Struktur eine Website benötigt und nach welchen Kriterien sich Google richtet. Eines der Wichtigsten für Suchmaschinen sind Links.

Richtiger Umgang mit internen Verlinkungen

Um online auffindbar zu sein, sind Links entscheidend. Über sie gelangen Nutzer von einer Site auf eine andere. Auch Google schaut sich eingehende Verknüpfungen an und bewertet die Relevanz eines Internetauftritts anhand deren Anzahl und Qualität. Einige Untersuchungen deuten zudem darauf hin, dass auch Verknüpfungen, die von der eigenen Site auf eine andere gehen, das Ranking stärken können.

Neben den Verbindungen zu anderen Domains spielen auch die internen Links eine entscheidende Rolle. Sie geben einer Website Struktur, verbinden wichtige Inhalte miteinander und führen den Besucher. Damit zahlen sie gleich in mehrere Rankingfaktoren wie Seitenstruktur und Usability ein. Auf eine sinnvolle, durchdachte und strukturierte interne Verlinkung legen wir deshalb bei einer neuen Site ebenso wie bei der Optimierung unser Augenmerk.

Immer wieder fallen dabei dieselben Fehler auf. Diese sorgen leider nur zu oft dafür, dass eine Menge Fleißarbeit nicht zum Tragen kommt. Deshalb sinkt dann in der Folge die Motivation, sich mit der eigenen Site zu befassen, da „es ja eh nichts bringt“. Doch die meisten dieser Probleme sind schnell behoben – wenn Sie wissen, wonach Sie suchen müssen:

Zu viele Links auf einer Website

tl;dr: Viele Links helfen viel. Übertreiben Sie es jedoch nicht. 400 ist die absolute Obergrenze.

Mit internen Links dürfen Sie ruhig großzügig umgehen. Eine gute Orientierung bieten dabei die Artikel aus der Wikipedia, die jedes relevante Schlagwort mit einer Verknüpfung zur entsprechenden Site versehen. Wichtig ist, darauf zu achten, dass Ihre Verlinkungen natürlich und nutzerfreundlich sind. Bedeutet, sie sollen den Besucher Ihrer Website zum nächsten relevanten Thema bringen und ihn sinnvoll durch Ihre Website führen.

Vermeiden Sie es, krampfhaft Links zu setzen, bloß weil Sie die noch irgendwo unterbringen wollen. Das stört den Lesefluss und nervt Ihre Nutzer. Auch Google ist davon meist nicht begeistert.

Die Obergrenze für Links auf einer Website liegt bei 400. Alles darüber verfolgen die Bots der Suchmaschinen nicht mehr. Allerdings brauchen Sie schon eine Menge Inhalt, um 400 Links sinnvoll unterzubringen.

Fehlerhafte Weiterleitungen

tl;dr: 301-Weiterleitungen sind super. Sie sollten aber alle paar Monate überprüft und korrigiert werden, wo nötig.

Immer mal wieder kommt es vor, dass sich die URL einer Website ändert. Hier greifen Webmaster meist zur einfachsten Methode und richten schnell eine 301-Weiterleitung ein. Diese führt zuverlässig auf die richtige Website und verhindert so, dass Besucher gewünschten Inhalt nicht finden.

Vermeiden sollten Sie allerdings, dass solche Weiterleitungen zu häufig auftreten. Besonders mehrere hintereinander geschaltete 301-Anweisungen machen einer Suchmaschine zu schaffen. Dem Link zu folgen, stellt für die Bots und Crawler zwar kein technisches Problem dar, doch ist es ein Zeichen für eine mangelhafte Struktur, die durchaus abgewertet werden kann. Prüfen Sie deshalb regelmäßig all Ihre automatischen 301-Weiterleitungen und machen Sie sich die Mühe, die entsprechenden Links auf die korrekte URL umzustellen, wo dies möglich ist.

Wie Sie 301-Weiterleitungen für Ihr SEO nutzen können, erläutert Semrush in einem Blogartikel.

Externe Links richtig setzen

tl;dr: Links zum Rest des Internets zu setzen, ist immer eine gute Idee. Sie regelmäßig zu prüfen auch.

Bauen Sie Verknüpfungen, wo Sie können. Wenn Sie zu einem Thema ergänzende Informationen finden oder für den eigenen Artikel auf die Hilfe anderer Websites zurückgegriffen haben, sollten Sie diese Quellen zumindest durch einen entsprechenden Verweis erwähnen. Links sind die Währung des Netzes, mit denen die Wertschätzung für guten Content zum Ausdruck gebracht wird.

Doch es liegt in der Natur des Internets, dass sich Inhalte verändern. Manche Seiten werden aufgegeben, URLs umgeleitet oder mit komplett neuem Content versehen. Dieser kann im Extremfall sogar Malware enthalten, Betrugsmaschen oder extreme politische Ansichten propagieren. Es ist deshalb ratsam, die ausgehenden Links immer mal wieder einer eingehenden Prüfung zu unterziehen, um sicher zu sein, dass sie auch genau dorthin führen, wohin sie sollen.

Kleiner Tipp: Geben Sie externen Verlinkungen die Anweisung mit, sich in einem neuen Tab oder Fenster zu öffnen. So bleiben neugierige Nutzer auf der eigenen Website, auch wenn sie einem Link folgen.

Wie sich ausgehende Links im Detail auf das Ranking auswirken, hat sich Julian Dziki von Seokratie genauer angeschaut.

Die richtigen Schlüsselbegriffe finden

tl;dr: Passende Ankertexte für interne Verlinkung finden – und dann dabei bleiben.

Nicht nur der Link selbst wird von Google bewertet. Auch der Begriff oder die Begriffe, mit denen er verbunden ist. Diesem Anker sollten Sie etwas Beachtung schenken. Denn hier können Sie mit einem überlegten Vorgehen von Anfang an viel richtig machen und sich die Zeit für eine spätere Korrektur sparen.

Sorgen Sie dafür, dass die Ankertexte zu der Website passen, auf die Sie verlinken wollen. Schreiben Sie beispielsweise etwas über Social Media, dann setzen Sie den Link auch auf eine Unterseite, auf der dieses Thema behandelt wird. Das kann ebenso gut eine Landingpage sein, wie eine Leistungsseite oder ein Lexikon. Ihre Teamseite ist jedoch nicht die richtige Wahl.

Verzichten Sie zudem darauf, unsinnige Begriffe zu nutzen, nur um irgendwie einen Link einzubauen. Das reißt Ihre Leser aus dem Text und dann von Ihrer Website. Unbedingt vermeiden sollten Sie darüber hinaus, von ein und derselben Webseite mehrfach mit unterschiedlichen Ankertexte auf eine Zielseite verlinken. Das verwirrt die Crawler und kann im schlimmsten Fall sogar dazu führen, dass die Zielseite doppelt indexiert wird. Zahlreiche Duplicated-Content-Fehler wären die Folge, die eine entsprechende Abwertung zur Folge hätten.

Allgemeine Linktexte vermeiden

tl;dr: Der Ankertext macht klar, worum es auf der Zielseite geht. Alles andere ist Zeitverschwendung.

Suchmaschinen ziehen Linktexte heran, um das Thema einer Unterseite zu ermitteln. Und auch Ihre Besucher orientieren sich daran. Deshalb ist es wichtig, hier eindeutige Formulierungen zu finden, die sofort klar machen, wohin es geht und was den Nutzer dort erwartet.

Fehler in der internen Verlinkung leicht vermeiden

Sich mit der internen Struktur einer Website zu befassen, ist oft ein leidiges und vor allem mühsames Thema. Wir wissen das. Doch sowohl für die Suchmaschinen als auch für die Besucher Ihrer Site ist eine brauchbare, nachvollziehbare und konsistente Struktur enorm hilfreich. Sie sorgt für die notwendige Orientierung und stellt sicher, dass Besucher auch bei Ihnen bleiben.

Die meisten Probleme ergeben sich daraus, dass sich einfach niemand die Zeit nimmt, nach der Veröffentlichung einer neuen Website die interne Verlinkung entsprechend zu optimieren. Gründe dafür gibt es mehrere. Der häufigste ist Zeitmangel, gefolgt von Unwissenheit. Gewöhnen Sie sich und all jenen, die auf Ihrer Website Änderungen vornehmen, deshalb an, sich direkt mit dem Setzen von Links zu befassen. Dann entfällt jede Menge nachträglicher Arbeit. Und gleichzeitig verbessert sich Ihr Ranking.